Goodbye Google, Ahoi Alphabet! Google heißt jetzt anders – und was heißt das für uns?

Der weltweit bekannte Megakonzern “Google” heißt seit heute nicht mehr Google – sondern Alphabet. Die Umbenennung einer Firma dieser Größenordnung erfordert beachtlichen Mut, so werden wir uns erstmal an den neuen Namen gewöhnen müssen. Aber warum ist das überhaupt passiert? Erstmal eine Info vorweg: Unser Suchmaschinenliebling wird auch weiterhin seinen ulkigen Namen behalten und auch in Zukunft Youtube, Android und andere Internetdienste bereitstellen wie bisher. Es geht vielmehr darum, dass Google – eigentlich die große Muttergesellschaft mehrerer Firmenzweige – nun als Tochterfirma unter dem neu gegründeten Alphabet abgekoppelt wird und eine neue Hierarchie entsteht.

Iconique, Google Alphabet

Larry Page, der bisherige Konzernchef, wechselt an die Spitze von Alphabet und nimmt seinen Mitgründer Sergey Brin als “helfenden” Präsidenten gleich mit. Die Autoritätsverhältnisse zwischen den beiden werden bei dieser Aussage zwar nicht ganz eindeutig, was sich vielleicht noch klären wird, sobald die Veränderung Fahrt aufnimmt. Moment, und wer kümmert sich jetzt um das zurückgelassene Google? Top-Manager Sundar Pichai wird zum neuen Chef der Googledienste aufsteigen, zu Recht, denn er erhielt über die letzten Monate immer mehr Verantwortung innerhalb des Betriebs und sorgte für beachtliche Fortschritte. Gut, aber warum denn jetzt der Umbau?
Auf der einen Seite gab es seit mehreren Jahren Unmut seitens Investoren und Marktanlegern, weil sie überhaupt nicht mehr richtig wussten, wohin genau ihr Geld floss. Denn Google ist ja weit mehr als nur unser Sag-mal-schnell-Freund. Neben Robotik, Dronentechnik, Gesundheitsforschung und und und, ist der Onlinedienst bloß ein Puzzlestück eines großen Ganzen, mit dem damals alles begann. Die Finanzen von Google Inc. blieben zudem lange Zeit geheim, investierte man in den Konzern, war unklar in welchen Zweig das Geld letztendlich floss. Die Umstrukturierung hat die Finanzen von Google nun transparenter gemacht, weil sie als eigenständige Tochterfirma gelten.
Doch dieser kleine Trick offenbart lediglich den Einnahmestrom von Websuche und Co, nicht jedoch die der restlichen Unternehmensbereiche, die sich alle schnell unter den Fittichen von Alphabet versteckt haben und fortwährend als “verschmolzener Klumpen” präsentiert werden. Ob der Konzern irgendwann vollständig die einzelnen Finanzbereiche preisgibt, bleibt noch unbekannt. Die Google-Anleger befürworten jedoch diesen Schritt zur Offenlegung sehr und bedankten sich prompt mit einem Aktienhoch.

Iconique, Google Alphabet

Der andere Grund zur Spaltung besteht darin, dass Alphabet sich als nagelneuer Begriff von Google und dessen ausschließlichen Bezug auf Webdienste, distanzieren kann. Und das macht es so spannend! Denn Alphabet, das nun die meisten Firmen, die vorher unter Google liefen unter sich zusammenfasst, legt jetzt so richtig los: Alles was nichts mehr mit dem ursprünglich angelegten Internetriesen zu tun hat, konzentriert sich jetzt unter neuer Leitung mit vollem Elan auf die Forschung: Dronentechnik mit “Wing”, Robotik, Gesundheitswissenschaft, Calico, Life Science, Capital oder Ventures, um nur wenige zu nennen, erhalten jetzt mehr Aufmerksamkeit und werden weiter von den Werbeeinnahmen des Google-Unternehmens gespeist. Wieso heißen die eigentlich Alphabet?
Die Idee rührt von der Basis des Suchmaschinen-Index und der glorreichen Erfindung der menschlichen Sprache her – unserem ABC eben. Gründer Larry Page möchte, dass Google und Mutterfirma Alphabet als Konzerne der Innovation angesehen werden, einer vielseitigen, zukunftsorientierten Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die unsere Welt in vielerlei Hinsicht verbessern soll.

Wer nähere Details zu diesen News haben möchte, der wird bei Larry Page’s Blogeintrag unter der passenden Domain https://abc.xyz fündig.

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